
Schnüffelt gerne am Print-Magazin, gibt mit seiner bestandenen Steward-Prüfung an, hält lange Monologe, war einst gut im Mario Kart – und liebt die F1 bedingungslos.MEHR

Der Sprint in Katar war für die Formel 1 eine maue Angelegenheit. Nach der Startrunde gab es nur drei Überholmanöver. Im Grand Prix befürchten viele eine Wiederholung – auch weil es aufgrund der vorgeschriebenen Zweistopp-Strategie kaum Reifen-Unterschiede geben wird.
Die Formel-1-Saison 2025 hat schon vielfach gezeigt, dass Überholen immer schwieriger wird. Einerseits sind die Autos inzwischen aerodynamisch wieder so hochgezüchtet, dass sie Luftverwirbelungen generieren und sensibel darauf reagieren. Andererseits sind die Abstände zwischen den Teams so gering wie noch nie. Nicht selten liegt nur eine Sekunde zwischen den 20 Fahrern.
Für Überholmanöver ist das Gift. Überholt wird nur, wenn jemand einen deutlichen Performance-Vorteil hat. In Katar kommt der Faktor Strecke hinzu. Auf eine Runde sind die 5,419 Kilometer des Loisal International Circuit ein Segen für die Fahrer. “Ein Formel-1-Auto bei diesen Bedingungen um diese Strecke zu bewegen ist wahrscheinlich die coolste Sache überhaupt”, meint Pole-Setter Oscar Piastri.
Formel-1-Autos lieben schnelle Kurven und flüssige Passagen. Katar besteht ausschließlich daraus. Harte Bremspunkte gibt es nicht. All das ist Gift für Racing. Dazu kommt nur eine DRS-Zone. Auf anderen Strecken gibt es inzwischen bis zu vier DRS-Zonen.
DRS-Mangel bei der Formel 1 in Katar: Warum die FIA nicht nachhilft
In Katar ist die DRS-Zone auf der einzig langen Geraden, auf Start und Ziel. Allerdings hätte man durchaus mehr herausholen können. Die Aktvierung erfolgt erst 305 Meter hinter der Zielkurve. Deshalb forderten viele Fahrer, die DRS-Zone zu verlängern.
2023 begann die Aktivierung noch 175 Meter früher. In der vergangenen Saison ging man auf den aktuellen Wert. Schon das Rennen 2024 war kein Leckerbissen. Warum aber verlängert man die DRS-Zone nach dem schwachen Sprint nicht wieder?
Theoretisch dürfte die FIA die DRS-Zone verschieben. Praktisch aber sind Änderungen am Rennwochenende ein Problem. Denn die Technik ist nicht so trivial, wie man denken mag. DRS ist an das Zeitnahmesystem gekoppelt. Die Zeitnahme wird von der Formel 1 geregelt.
Gleichzeitig bestimmt die Rennleitung mit dem FIA-System, wann DRS freigegeben wird. FIA- und Formel-1-System müssen zusammenspielen. Deshalb wollen die Verantwortlichen bei Änderungen immer mindestens eine Probe-Session. Eine Änderung vor dem Grand Prix könnte im schlimmsten Fall bedeuten, dass das System gar nicht oder an manchen Autos nicht funktioniert.
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