Ganz nach dem Motto “neue Woche, neue Autos” machte am Montag Aston Martin den Auftakt mit der Präsentation seines neuen Formel-1-Boliden, dem AMR24. Für Fernando Alonso drehte sich im Rahmen des Launches aber nicht alles um sein neues Arbeitsgerät, er äußerte sich auch über seine Ernährungsumstellung, Jetlag in der längsten F1-Saison der Geschichte und seine Zukunft in der Formel 1.

Weihnachten zuhause in Spanien mit Familie und Freunden. Silvester in Monte Carlo mit George Russell und dessen Freundin Carmen Mundt: Fernando Alonso schien die Feiertage zu genießen, bevor es im Januar mit der Vorbereitung für die Formel-1-Saison 2024 losging.

“Im Januar begannen wir langsam mit dem Pre-Saison-Training mit unseren Trainern und Physiotherapeuten, auch Ernährungsberater kamen ins Team. Wir haben also versucht, aus den Schwächen zu lernen, die wir vielleicht im letzten Jahr gesehen haben”, so Alonso zu seiner Vorbereitung.

Fernando Alonso: In der körperlich besten Zeit seines Lebens?

“Ich fühle mich fitter denn je”, stellte der Spanier klar, “Die Werte, die wir bei den physischen Tests, die wir jede Saison absolvieren, erreichen, waren in diesem Jahr so gut wie nie zuvor, aber ich habe in diesem Jahr ein wenig anders trainiert. Außerdem habe ich, wie gesagt, einen Ernährungsberater ins Team geholt, was unsere Sicht der Dinge und die Vorbereitung des Körpers ein wenig verändert hat.”

Welche Änderungen er zusammen mit dem Ernährungsberater konkret vorgenommen hat? Alonso steuert “mehr in Richtung pflanzliche Ernährung”, verriet der zweimalige F1-Weltmeister. “Wir müssen versuchen, etwas mehr Energie aus der Nahrung zu gewinnen, die wir zu uns nehmen, und auch etwas mehr aus unseren Reserven, aus unserem Körper, um mehr Ausdauer zu haben”, fügt er hinzu.

Er ist noch lange nicht zu alt für die Formel 1: Fernando Alonso, Foto: LAT Images
Er ist noch lange nicht zu alt für die Formel 1: Fernando Alonso, Foto: LAT Images

Aber nicht nur die Ernährungsumstellung war Bestandteil der Pre-Saison von Fernando Alonso. Auch die Frage wie man es schafft, so lange fit über die Saison zu bleiben, stellte sich der Spanier: “Ich denke, wir werden effizienter reisen müssen. Wir müssen die richtige Zeit an den richtigen Orten verbringen.”

Das beginnt für Alonso 2024 vor allem beim Thema Jetlag: “Ich denke, jeder von uns ist anders, aber in meinem Fall werde ich versuchen, bei den Überseerennen etwas weniger Zeit in der Stadt und an der Rennstrecke zu verbringen. In Japan, Australien und China werde ich also versuchen, den Jetlag auf eine andere Art und Weise zu bekämpfen, aber ich werde nicht super früh in das Land fliegen, weil sich dadurch immer wieder Tage ansammeln.”

Was hält die Zukunft für Alonso bereit? Ist er fit genug?

Fernando Alonso möchte sich die Möglichkeit offenhalten, auch in den kommenden Jahren in der Königsklasse des Motosports zu fahren und trainiert deshalb ohne Einschränkungen. “Alles, was ich in den letzten Monaten getan habe, diente nur dazu, mich besser als je zuvor auf eine sehr lange Saison vorzubereiten und mich auch für den Fall vorzubereiten, dass ich weiterfahren möchte, um besser als je zuvor zu sein. Wenn ich mich also für ein Projekt in der Zukunft verpflichte, für das nächste Jahr oder die nächsten paar Jahre, muss ich erst einmal selbst bereit sein, mich darauf einzulassen.”

Für den zweifachen Weltmeister ist aber klar, dass er nicht zum Spaß in der Formel 1 fahren, sondern auf höchstem Level performen möchte: “Ich werde nicht noch ein paar Jahre in der Formel 1 fahren, nur um zu fahren und um Spaß zu haben. Diese Art von Fahrer bin ich nicht. Ich bin auch nicht so ein Mensch. Wenn ich weiter fahren will, dann nur, weil ich weiß, dass ich dem Team auf und neben der Strecke, im Simulator, beim Marketing und auf der Strecke 200% geben kann.”

Von wegen alter Hase – Alonso: Kann bis 50 fahren!

Dass er nicht mehr der Jüngste im Fahrerlager ist, interessiert ihn eher wenig. Das Alter scheint für ihn nur eine Zahl zu sein. “Ich würde sagen, wenn man motiviert ist und sich engagieren will, kann man vielleicht bis 48 oder 49 oder sogar bis 50 fahren”, ist sich Fernando Alonso sicher.

Ob er weiterhin sein Privatleben der Formel 1 nachstellen möchte? Da ist er sich noch nicht so sicher: “Die Formel 1 erfordert absolute Hingabe. Dies ist meine 24. Saison in der Formel 1, und ich habe 24 Jahre lang mein Leben diesem Sport gewidmet, und ich bin glücklich und zufrieden damit. Ich kann noch ein paar Jahre weitermachen, aber ich weiß nicht, ob ich bis 50 noch Rennen fahren werde, bei einem so anspruchsvollen Kalender und solchen Dingen. Nicht wegen der Fähigkeiten, sondern weil es andere Dinge im Leben gibt, auf die ich neugierig bin.”