Nicht nur die Tifosi werden den 23. Januar 2026 rot in ihrem Kalender markieren. An diesem Tag präsentiert Ferrari seinen neuen Boliden für die Formel 1-Saison 2026. Das Arbeitsgerät von Lewis Hamilton und Charles Leclerc wird in Maranello erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ob es sich dabei um eine rote Göttin oder eine lahme Ente handelt, wird sich zeigen.

Heißt es für Ferrari 2026 alles oder nichts?

Bereits beim Saisonfinale in Abu Dhabi betonte Charles Leclerc, dass es für Ferrari um “alles oder nichts” ginge. “Ich hoffe wirklich, dass wir diese neue Ära auf dem richtigen Fuß beginnen”, so Leclerc. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur will die Alles-oder-nichts-Theorie des Monegassen nicht überbewerten. “Man sollte den Aussagen der Fahrer nach einem Rennen nicht allzu viel Beachtung schenken.”

“Nein, jetzt mal im Ernst: Wir sind uns bewusst, dass wir vor einem riesigen Regelumbruch stehen und es für die nächsten vier Jahre von Vorteil ist, wenn man mit einer Sekunde Vorsprung startet.” Sollte das aber nicht der Fall sein, sei auch noch nichts verloren. “Wenn jemand zu Saisonbeginn 2026 vorne ist, bedeutet das nicht, das er auch zum Saisonende vorne sein wird. Wir werden über das Jahr hinweg sicher enorme Entwicklungsschritte sehen”, ist Vasseur überzeugt.

Die Tatsache, dass Ferrari in der abgelaufenen Saison allerdings schon frühzeitig bei der Entwicklung den Stoppknopf gedrückt hat, beweist, dass sich Ferrari sehr wohl bewusst ist, dass man sich einen Fehlstart nicht leisten kann. “Die Entscheidung, die Entwicklung nach fünf, sechs Rennen einzustellen, war eine schwierige. Für uns war es wichtig, den Fokus auf 2026 zu legen, um das Beste herauszuholen. Ob wir den richtigen Weg eingeschlagen haben oder nicht, lässt sich heute noch nicht sagen”, meinte Vasseur im Rahmen der Ferrari-Weihnachtsfeier.

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Ferrari-Design 2026: Zu aggressiv oder zu konservativ?

Auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com , ob Ferraris Herangehensweise an den 2026er Boliden aggressiv oder eher konservativ sei, gab sich Vasseur zugeknöpft. “Wir haben nicht das Gefühl, aggressiv zu sein oder Optionen zu wählen, die aggressiv sind. Wobei aggressiv für mich bedeutet, die Veröffentlichung der Zeichnungen so lange wie möglich hinauszuzögern, um in letzter Minute in Barcelona oder Bahrain mit dem Auto anzukommen und es dann dort in der Garage zusammenzubauen.” Gleichzeitig verriet er, dass Ferrari die Montage des Autos erst am Tag vor der Präsentation am 23. Januar 2026 abschließen werden. So sei man in Maranello schon immer vorgegangen.

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Mit einem klareren Bild, wie die Teams ihre Autos designt haben, rechnet er erst beim dreitägigen Test vom 11. bis 13. Februar in Bahrain. Dabei handelt es sich um den zweiten Wintertest nach den Testfahrten Ende Januar (26.-30.1.) in Barcelona, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. “Ich denke, dass wir in Bahrain sehen werden, dass die Teams verschiedene Richtungen eingeschlagen haben – manche vielleicht sogar um 180 Grad. Erst, wenn man sieht, was die anderen gemacht haben, kann man sagen: Wir waren zu aggressiv oder zu konservativ unterwegs.

Mit Spannung wird die Formel-1-Saison 2026 erwartet. Wie sehen die neuen Boliden von Red Bull, Ferrari & Co aus. Alle Termine und News zu den Präsentationen gibt es hier.