Max Verstappen erlöst Red Bull und entscheidet das engste Qualifying der Saison in Imola für sich. Nach schwierigen Trainings sprach der Formel-1-Weltmeister in einem spannenden Showdown gegen McLaren und Ferrari ein Machtwort. Mit der 39. Pole seiner Karriere stellte er zugleich einen Rekord von Ayrton Senna ein. Verstappen geht am Sonntag zum achten Mal in Folge von Startplatz eins ins Rennen, was bisher nur der brasilianischen Formel-1-Legende gelang. Alle Reaktionen zur Formel 1 heute in Imola gibt es im Live-Ticker.

Die Reihenfolge für den ersten Run im Finale lautete Hülkenberg, Verstappen, Norris, Tsunoda, Piastri, Sainz, Leclerc, Russell und Hamilton. Einzig Ricciardo verzichtete auf einen ersten Versuch. Der Weltmeister bestätigte seine starke Form aus dem Q2 mit 1:14.869 Minuten, doch die Konkurrenz blieb ihm auf den Fersen. Norris kam bis auf 0,073 Sekunden heran, dahinter folgten Leclerc, Piastri, Sainz, Russell, Tsunoda, Hamilton und Hülkenberg.

Auch beim Showdown führte Hülkenberg das Feld an. Hinter dem Haas-Piloten reihten sich Ricciardo, Sainz, Leclerc, Tsunoda, Russell, Hamilton, Verstappen, Norris und Piastri ein. Den Ferrari-Fahrern ging auf dem letzten Run schon früh die Luft aus. Trotz einer absoluten Bestzeit im Mittelsektor kam Leclerc nur auf eine Zehntelsekunde an Verstappens Bestwert heran. Der Titelverteidiger packte derweil den Hammer aus und verbesserte seine Zeit.

Mit 1.14.746 Minuten war der Niederländer auch für das McLaren-Duo einen Wimpernschlag zu schnell. Piastri und Norris kamen auf unter eine Zehntelsekunde an Verstappen heran, mussten sich jedoch mit den Startplätzen zwei und drei zufriedengeben. Dahinter komplettierten Leclerc, Sainz, Russell, Tsunoda, Hamilton, Ricciardo und Hülkenberg die Top-10.

Qualifying – Session 3
Zwischenfälle:
Top-5: 1. Verstappen, 2. Piastri, 3. Norris, 4. Leclerc, 5. Sainz

Q1 in Imola: Alonso scheitert kläglich

Das war Q1: Unterschiedliche Strategien sorgten im 18-minütigen Q1 für Spannung. Russell, Sainz und Leclerc setzten ihre erste Rundenzeit auf dem Medium-Reifen. Der Rest des Feldes war auf dem Soft-Compound unterwegs, der bei den meisten Fahrern für mehr als eine fliegende Runde gut war. Den ersten Schlagabtausch entschied Piastri mit 1:15.940 Minuten für sich. Dahinter folgten Verstappen, Sainz, Gasly, Leclerc, Russell, Norris, Tsunoda, Perez, und Stroll.

Die Williams-Fahrer standen ohne gültige Zeit am Ende des Klassements. Albon ging in der letzten Kurve weit und fuhr mit der rechten Fahrzeugseite durchs Kiesbett. Sargeant verlor in der Villeneuve-Schikane das Heck und musste durch den Kies. Auch Alonso ruinierte seinen zweiten Versuch mit einem Ausritt in Kurve zwei. Er kam am Exit auf den Kerb, das Auto setzte auf und er fuhr in Turn drei geradeaus ins Kiesbett. Für alle drei Fahrer ging das Zeittraining weiter.

Vor der Schlussphase lagen Alonso, Hülkenberg, Zhou, Albon und Sargeant auf den K.o.-Rängen. Albon verbesserte sich auf Platz zwölf, doch nicht nur der Thailänder hatte noch eine Antwort parat. Hülkenberg setzte sich kurzzeitig an die Spitze und wurde dann nur hauchdünn von Verstappen und Leclerc verdrängt. Alonso blieb am Ende in der Garage und schied als Vorletzter aus. Vor der roten Laterne bewahrten ihn einzig Sargeant, dem seine letzte Runde wegen Track-Limits aberkannt wurde. Magnussen schimpfte derweil über Piastri, der ihm auf seinem letzten Versuch in der Tamburello im Weg stand.

Qualifying – Session 1
Zwischenfälle: Ausritte von Sargeant (T5) und Alonso (T3) bleiben ohne weitere Folgen
ausgeschieden: 16. Bottas, 17. Zhou, 18. Magnussen, 19. Alonso, 20. Sargeant
Top-5: 1. Verstappen, 2. Leclerc, 3. Hülkenberg, 4. Tsunoda, 5. Norris

Q2 in Imola: Verstappen mit Ansage, Perez mit K.o.

Das war Q2: Verstappen setzte im zweiten Teil mit 1:15.386 Minuten gleich einmal die bis dato schnellste Runde des Wochenendes. Er legte damit die Latte für die Konkurrenz, an der Teamkollege Perez um eine halbe Sekunde scheiterte. Leclerc hingegen unterbot ihn um eine halbe Zehntelsekunde, und auch Tsunoda war sensationell schneller als der Weltmeister.

Nach dem ersten Run lautete die Reihenfolge Leclerc, Tsunoda, Verstappen, Piastri, Norris, Sainz, Perez, Ricciardo, Hülkenberg, Hamilton. Bis auf Tsunoda und Albon griffen alle Piloten in den letzten Minuten noch einmal an. An der Spitze legte Verstappen nach und holte sich die Bestzeit zurück. Für Perez reichte es nicht. Der Mexikaner schied als Elfter aus, ganz im Gegensatz zu Hülkenberg. Der Haas-Pilot zog als Siebter zum vierten Mal in dieser Saison ins Q3 ein.

Qualifying – Session 2
Zwischenfälle:
ausgeschieden: 11. Perez, 12. Ocon, 13. Stroll, 14. Albon, 15. Gasly
Top-5: 1. Verstappen, 2. Leclerc, 3. Tsunoda, 4. Norris, 5. Piastri

Das Wetter: Auch zum Qualifying begrüßte der italienische Frühling die Formel 1 mit strahlendem Sonnenschein. Die Bedingungen waren bei klarem Himmel und Temperaturen um 24 Grad Celsius optimal. Einzig in der letzten Kurve bereitete ein leichter Rückenwind den Fahrern etwas Schwierigkeiten.