Über zu wenig Kilometer im Rennwagen kann sich Mick Schumacher (25) derzeit nicht beschweren. Vor dem GP in Silverstone testete der Deutsche einen zwei Jahre alten Alpine in Le Castellet, am kommenden Wochenende geht er für die Franzosen beim WEC-Rennen in Sao Paulo an den Start.

Zwischendrin trug Schumacher als Reservepilot beim Formel-1-GP in England auch noch schwarze Mercedes-Klamotten und nahm am Dienstag sogar im Papaya-farbigen McLaren Platz.

Hintergrund: Weil McLaren mit Mercedes-Motoren fährt, ist Schumacher parallel zu seinem Job als Mercedes-Reservefahrer auch McLaren-Testpilot. Und als solcher absolvierte er im aktuellen MCL38 nun einen Pirelli-Intermediate-Reifentest, um die Entwicklung der Pneus für 2025 voranzutreiben.

Schumacher Schnellster beim Pirelli-Test

Neben dem Sohn des Rekordweltmeisters waren auch noch Alex Albon für Williams und Pietro Fittipaldi für Schumachers Ex-Team Haas auf der nassen Strecke in Silverstone unterwegs.

Gut für Schumi jr: Er drehte mit einer Zeit von 1:37,428 Minuten die schnellste Runde. Und das mit Abstand! Albon (1:41,116) und Fittipaldi (1:42,124) waren signifikant langsamer. Überbewerten darf man das dennoch nicht. Die Zeiten sind bei den Pirelli-Tests nicht aussagekräftig. Nur Pirelli kann die Leistung einigermaßen einschätzen.

Trotzdem war der Test wichtig für Schumacher, absolvierte er doch immerhin 53 Runden in einem Formel-1-Auto der aktuellen Generation. Kurios: Das ist ein Umlauf mehr als die Renndistanz vom GP Großbritannien am Sonntag.

Weitere Infos wurden nicht bekannt, ebenso wenig zum Alpine-Shoot-out gegen Jack Doohan am Mittwoch vor dem GP in England. Lediglich Mercedes-Teamchef Toto Wolff ließ durchblicken: „Was ich von Alpine weiß, war es ein super Test. Er hat echt abgeliefert. Das war aber auch nicht anders zu erwarten.“

Fest steht: Schumacher kämpft weiter um sein Formel-1-Comeback. Jetzt geht es für ihn aber erstmal im Hypercar von Alpine beim Sportwagen-WM-Lauf in Brasilien weiter.