Beim Monaco-GP erlebte das Haas-Team den Tiefpunkt der bisherigen Saison, inklusive großem Startunfall. Doch eigentlich gehören die US-Ferraris zu den diesjährigen Gewinnern im Formel-1-Feld. Die große Schwäche Reifenverschleiß wurde abgestellt und so gelangen mit dem VF-24 bereits fünf Punkteresultate. Und da Monaco bekanntermaßen eine sehr spezielle Strecke ist, gab es für Nico Hülkenberg vor dem Kanada-GP keinerlei Grund, Trübsal zu blasen.

Lieblingsstrecke Kanada: Nico Hülkenberg voller Vorfreude

“Ich bin schon optimistisch. Ich liebe diesen Ort und diese Strecke. Sie ist eine meiner Favoriten, wenn nicht mein absoluter Favorit. Ich freue mich also sehr, rauszufahren”, hatte der Deutsche mit Ausblick auf den Circuit Gilles-Villeneuve die Pleite im Fürstentum schon längst vergessen.

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Der Kurs könnte seinem Dienstwagen entgegenkommen: “Hier gibt es mehr langsame Ecken, das liegt unserem Auto besser. Das macht mich etwas optimistischer, konkurrenzfähiger zu sein.” Nun könnte eingeworfen werden, dass es langsame Kurven auch in Monaco zur Genüge gibt, wo die Haas aus der letzten Startreihe ins Rennen gingen. Dies war jedoch durch eine Disqualifikation aufgrund eines irregulären DRS bedingt. Sonst wären Hülkenberg und Teamkollege Kevin Magnussen immerhin auf 12 und 15 gestanden. Außerdem wird in Kanada aufgrund der langen Geraden mit weniger Abtrieb gefahren, und auch das sollte Haas helfen.

Trotz Quali-Sensation im Vorjahr: Hülkenberg will es trocken

Doch in Bezug auf eine Chance, vielleicht noch konkurrenzfähiger zu sein, überrascht der ‘Hulk’ zunächst: “Ich hoffe wirklich, dass es auch etwas trockene Fahrzeit geben wird und nicht nur auf Regenreifen.” Für das Rennen ist wieder einmal schlechtes Wetter angesagt. Im nassen Qualifying im Vorjahr brillierte der Emmericher und musste sich nur Max Verstappen geschlagen geben. Am Ende wurde aufgrund eines Verstoßes nach roter Flagge aus Startplatz zwei der fünfte Rang.

2023 zauberte Hülkenberg im Regen, Foto: LAT Images
2023 zauberte Hülkenberg im Regen, Foto: LAT Images

Will Hülkenberg also wirklich keinen Regen? “Es geht nur darum, die Strecke zu genießen. Die Kerbs bei hoher Geschwindigkeit zu nehmen. Es ist einfach ein besseres Gefühl im Trockenen”, erklärt er seinen Wunsch. Und was seine bekannte Stärke im Nassen angeht, so bleibt der Deutsche bescheiden: “Es gibt keine Garantie, dass du bei nassen oder Mischbedingungen gut sein wirst. Aber natürlich bringt das Würze rein und treibt alle noch mehr ans Limit. Ich habe damit kein Problem, aber ich nehme es, wie es kommt.”

Haas-Fahrer Nico Hülkenberg
Der Haas kann 2024 auch im Rennen mithalten, Foto: LAT Images

Ob trocken oder nass, Hülkenbergs Chancen dürften so oder so deutlich besser sein als im Vorjahr. Damals kam der reifenfressende Haas trotz Startplatz 5 am Ende nur auf Rang 15 ins Ziel. In diesem Jahr kann das US-Team im Rennen munter mitfahren. An einigen Wochenenden war sogar die Longrun-Pace besser als das Qualifying. Die nächsten Punkte werden also das Ziel sein, um den siebten Platz in der Konstrukteurs-WM weiter zu festigen.