Haas hatte am Trainingsfreitag in Imola gleich zwei Rookies hinterm Steuer: Oliver Bearman fuhr im 1. Freien Training anstelle von Kevin Magnussen. Und auch Nico Hülkenberg fuhr trotz 209 GP-Starts in der Formel 1 zum ersten Mal in seiner Karriere auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Debüt feierte auch der dritte und letzte Teil des Haas-Updates. Fazit: Durchaus positiv. Trotz letztem Platz.

Nico Hülkenberg: Keine Panik nach P20 im Freien Training

“Es fühlt sich wie in Rom an”, ist Nico Hülkenberg begeistert von der Strecke und vor allem den Pinienbäumen in den Kurven 12 bis 14. Etwas begeistert ist er auch vorerst vom Haas-Update, das er im 1. Freien Training mit allerlei Aero-Rakes am VF-24 testen durfte. Oliver Bearman fuhr zum Vergleich die alte Spezifikation.

Technik-Details: Haas
Der neue Frontflügel von Haas, Foto: Motorsport-Magazin.com

Haas reiste mit einer neuen Frontflügel-Endplatte, einer neuen Hinterradaufhängung und einem modifizierten Winglet am hinteren Fahrwerk nach Imola. Nach China und Miami der dritte und letzte Teil des Update-Pakets, das damit endlich seine volle Wirkung entfalten soll. Hülkenberg feierte seinen Einstand mit den neuen Teilen mit P20 in FP1 – 4,069 Sekunden hinter Charles Leclerc. Was war da los?

“Nichts”, antwortete der Emmericher. Das 1. Freie Training diente nur zur Daten-Sammlung. “Es war kein normales Training, und das sollte es auch nie sein.” Denn: “Es ging darum, die Richtung zu finden, und die Richtung für zukünftige Entwicklungen”, erklärt Hülkenberg. Auf dem letzten Run hatte er zudem mehr Benzin in seinem Haas, noch immer eine Schwachstelle des Teams.

Haas hofft auf Punkte durch Mini-Update

Ab dem 2. Freien Training fuhren beide Haas-Piloten mit dem neuen Paket. Hier lief es für Nico Hülkenberg mit P9 auch schon bedeutend besser. Für Schlussfolgerungen ist es trotzdem noch zu früh. “Aber es fühlt sich noch immer wie der alte Haas an. Also keine dramatische Veränderung. Das war auch nie so gedacht”, erklärt er. Motto: Mit kleinen Veränderungen zum Erfolg.

Haas-Fahrer Nico Hülkenberg mit Senna-Farben in der Box
Nico Hülkenberg zu Ehren des 30. Todestages von Ayrton Senna mit besonderer Balaklava, Foto: LAT Images

“Die Balance ist in Ordnung, aber es gibt noch Verbesserungspotenzial”, bilanziert der 36-Jährige seinen Trainingsfreitag. “Wir müssen auch noch irgendwie mehr Rundenzeit herausquetschen. Aber ein typischer Freitag!” Kevin Magnussen ist ebenfalls zufrieden. Verbesserungspotenzial vor allem in der Balance, aber: “Wir sind nicht weit von der Konkurrenz weg!”

Haas-Teamchef Ayao Komatsu zeigte sich in der Teamchef-Pressekonferenz in Imola betrübt über den Abschied von Nico Hülkenberg. Alles dazu und zu eventuelle Nachfolger für sein Cockpit gibt es hier nachzulesen.