Die Puzzlestücke des Formel-1-Transferrätsels 2024 finden allmählich ihre Plätze. Nächste offizielle Verkündung nach dem Aus von Esteban Ocon bei Alpine: Red Bull. Wie der britische Rennstall am Dienstag bekanntgab, hat Sergio Perez seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis 2026 verlängert.

Dabei ist davon auszugehen, dass der Mexikaner einen sogenannten 1+1-Kontrakt bekommen hat, der sich nach einem Jahr verlängert, wenn nicht eine der beiden Parteien zuvor kündigt.

Red Bull-Teamchef Christian Horner begeistert

„Jetzt ist ein wichtiger Zeitpunkt, um unsere Fahrerpaarung für 2025 zu bestätigen, und wir freuen uns sehr, die Zusammenarbeit mit Checo fortzusetzen“, erklärt Teamchef Christian Horner. „Kontinuität und Stabilität sind wichtig für das Team und sowohl Checo als auch Max (Verstappen, Anm. d. Red.) sind eine erfolgreiche und robuste Partnerschaft, die uns im vergangenen Jahr den ersten Doppelsieg des Teams in der Meisterschaft beschert hat.“

Perez kämpft in der aktuellen Saison

In der laufenden Formel-1-Saison kommt Pérez, der seit 2021 für Red Bull an den Start geht, allerdings noch nicht wirklich in Schwung. In der Fahrerwertung belegt er vorm GP Kanada mit 107 Punkten lediglich Rang fünf, während sein Teamkollege Max Verstappen die Wertung mit 169 Punkten anführt.

Red Bull verlängert den Vertrag mit Sergio Perez offiziell um zwei Jahre.

Bild: Red Bull Content Pool

Umso mehr ist Vertragsverlängerung für ihn wert. „Ich bin sehr glücklich, meine Zukunft diesem Team zu verschreiben“, freut sich Perez. „Es ist eine Herausforderung wie keine andere, für Red Bull Racing zu fahren, sowohl abseits der Strecke als auch auf der Strecke. Ich freue mich sehr, hier zu bleiben und meine Reise gemeinsam fortzusetzen und zwei weitere Jahre zur großartigen Geschichte dieses Teams beizutragen.“

Perez‘ größter Trumpf

Perez größter Trumpf dürfte dabei gewesen sein, dass er eine bekannte Größe im Team ist. Bei ihm wissen die Red Bull-Chefs, was sie haben – auch wenn das weniger ist als bei Teamkollege Max Verstappen. „Aber Max kann sowieso keiner das Wasser reichen“, räumt Red Bull-Chefberater Helmut Marko ein. Soll heißen: Da der zweite Fahrer im teaminternen Duell gegen Verstappen sowieso verliert, zählen andere Fähigkeiten. Und ob sich ein Carlos Sainz so ein- und unterordnen kann wie mittlerweile Perez, ist fraglich.

Damit ist auch klar: Der Spanier Sainz hat nun eine Option weniger. Realistisch gesehen muss er sich zwischen Audi und Williams entscheiden. Perez dagegen bekommt seine nächste Chance im Weltmeisterteam.

In der vergangenen Saison hat er hinter Verstappen den zweiten Platz in der Fahrerwertung belegt. Im Red Bull fuhr Perez, der vor seinem Wechsel im Jahr 2021 bereits für Sauber, McLaren, Force India und Aston Martin an den Start gegangen war, bislang zu fünf Rennsiegen.