P19 und P20 im 2. Freien Training, der Auslöser einer roten Flagge im 1. Freien Training: Wirft man einen Blick auf die nackten Zahlen, sieht es für Sauber in Monaco trotz keiner Schlechtwetter-Front düster aus. Aber: Es gibt eine Erklärung für die schlechte Performance. In Wirklichkeit ist das Team aus Hinwil besser und die Hoffnung auf die ersten Punkte in der Formel 1 lebt.

Valtteri Bottas: Sauber-Performance nicht so schlecht, wie es aussieht

“Unsere Positionen spiegeln nicht unsere wahre Performance wider”, beruhigt Valtteri Bottas. Wie Oscar Piastri verbrauchte Sauber ihre Soft-Reifen bereits im 1. Freien Training – aufgrund des drohenden Regens. Der kam nicht, und der C44 gurkte dann am Abend auf Mediums (und mit fehlender Pace) am Ende des Klassements herum.

Zu schnell war Sauber am Freitag nur in der Boxengasse: Valtteri Bottas’ 74,6 km/h statt der erlaubten 60 kosteten dem Team 1000 Euro. Abgesehen davon, ein positiver Freitag für den Finnen: “Eigentlich fühlte ich mich ganz okay. Seit dem ersten Training hatte ich Vertrauen”, meinte er. Genug Daten seien durch zahlreiche Setup-Experimente in beiden Sessions vorhanden. “Meinem Eindruck nach, haben wir Möglichkeiten. Wir müssen positiv bleiben!”

“Es kommt alles darauf an, das Auto und die Reifen ins richtige Fenster zu bringen”, meint Teamkollege Guanyu Zhou, der im 1. Freien Training mit seinem Crash in St. Devote für die bisher einzige Unterbrechung des Wochenendes sorgte. “Das ist aber nicht einfach. In FP1 habe ich richtig gekämpft, in FP2 war es dann etwas besser.”

Sauber will rote Laterne in der Formel 1 endlich loswerden

Mit einer Menge neuer Teile angereist, baute Sauber nach Zhous Crash sicherheitshalber im 2. Freien Training auf die alte Spezifikation zurück. In FP3 seien die Schweizer dann wieder mit den neuen Teilen und Soft-Reifen unterwegs.

Technik-Details: Sauber
Der neue Sauber-Heckflügel mit nur mehr einer Pylone, Foto: Motorsport-Magazin.com
Technik-Details: Sauber
Saubers neue Halterung, Foto: Motorsport-Magazin.com

“Wir haben hier ein neues Konzept, eine neue Generation von Heckflügeln, mit denen wir zusätzliche Performance finden sollten”, so Alessandro Alunni Bravi in der Teamchef-PK. Anstelle von zwei Pylonen ist der neue Flügel nur mehr an einer Mittelpylone montiert. Auch die Endplatten sind nicht mehr mit dem oberen Hauptelement verbunden.

Positiv fällt das erste Fazit zum neuen Boxenstopp-Equipment aus. “In Imola waren wir gut, wir haben in der Boxengasse keine Positionen verloren”, lobt der Sauber-Teamrepräsentant. “Die Probleme können wir jetzt hinter uns lassen, und uns auf andere konzentrieren!” Zum Beispiel, endlich die ersten Punkte zu sammeln und nicht mehr Letzter in der Konstrukteurs-WM zu sein.

Eigentlich will sich Sauber in der Formel-1-Saison 2024 mit den Racing Bulls und Haas messen. Mit 20 bzw. 7 Punkten haben die beiden Teams aber bereits vorgelegt. Obwohl es bei Haas in Monaco bisher nicht so richtig laufen will. Hier geht’s zum Artikel.