Ist Daniel Ricciardo in einem Formtief oder Yuki Tsunoda in Höchstform? Das ist eine der Fragen, die sich vielen Formel-1-Fans nach den ersten drei Formel-1-Rennen stellt. Denn sowohl im Qualifying, als auch Rennvergleich liegt Yuki Tsunoda vor Daniel Ricciardo. Mit sechs Punkten beim Australien GP hat er ebenfalls alle Zähler des Teams gesammelt. Was ihn derzeit so gut macht, erklärt er selbst.

Tsunoda: Ich weiß, wie ich dieses Auto schnell mache

“Auf den Erfahrungen der letzten drei Jahre basierend weiß ich vermutlich, wie ich diese Art von Auto schneller machen kann”, erklärt Tsunoda. Der Japaner fährt den AlphaTauri/ Racing Bull seit Anbeginn der aktuellen Reglement-Periode. Dennoch ist auch Tsunoda nicht schon von Freitag an mit dem VCarb-01 zufrieden.

“Meistens habe ich in FP1 und FP2 mehr Probleme als er. Er fährt ziemlich gut. Aber wir drehen das immer von FP2 bis zu FP3. So verbessern wir uns. Die Charakteristiken des Autos haben sich etwas verändert, es ist also auch nicht total einfach für mich”, so Tsunoda. Im direkten Qualifying-Duell steht es 3-0 für ihn, auch im Rennvergleich führt er mit 2 zu 1.

Tsunoda schlägt Bremskönig Ricciardo auf der Bremse

Besonders wertvoll sind die sechs gesammelten Punkte in Australien. Denn durch die recht klaren fünf stärkeren Teams im Feld sind die ersten zehn Plätze meist vergeben. Neben der Setup-Arbeit ist für Yuki Tsunoda ein weiterer Bestandteil seines Performance-Vorteils ausgerechnet die Bremse.

Eine der Stärken von Daniel Ricciardo insbesondere bei Red Bull und Renault. Bei McLaren ging diese Stärke verloren. Bei den Papayas hatte Ricciardo eher Probleme mit der Bremse und verlor im Vergleich zu Lando Norris Zeit.

“Nur wenige Fahrer können so wie ich Bremsen. Ich denke, zumindest die Brems-Performance können wir maximieren. Es geht da besonders um langsame Kurven”, so Tsunoda. Bremskönig Ricciardo scheint also erneut im eigenen Team entthront zu werden.

Tsunoda selbst sieht sich in erster Linie als eine der wenigen Konstanten für das Team. Durch den Abgang von Franz Tost sowie die Namensänderung erfuhr das Team aus Faenza viele Änderungen. “Ich möchte stabil sein, und dem Team helfen in die richtige Richtung zu entwickeln. Die Leute oben im Team haben sich natürlich geändert und brauchen Zeit, um sich anzupassen. Aber ich denke, bis jetzt arbeiten wir sehr gut”, sagte Tsunoda.