Der Freitag scheint ein Traumstart ins Formel-1-Wochenende für Yuki Tsunoda zu sein. Der Japaner stellte den Racing Bull im zweiten freien Training auf Platz drei und war somit das schnellste der vier Red-Bull-Fahrzeuge im Feld. Max Verstappen und Sergio Perez mussten sich geschlagen geben. Teamkollege Daniel Ricciardo fehlten sogar sechs Zehntel. Eine Strafe für seinen Fehlstart in falscher Position gibt es ebenfalls nicht. Wie viel ist an Samstag und Sonntag drin?

Keine Strafe und Marko-Lob für Tsunoda: Macht jeden Sektor zwei Zehntel gut

Neben der guten Platzierung in FP2 machte Yuki Tsunoda aber noch mit einer anderen Situation auf sich aufmerksam. Er fuhr mit seinem Racing Bull aus der Boxengasse hinaus und probte hinter der Boxen-Ampel einen Start. Das ist allerdings nicht erlaubt. Ein Probestart in der Box muss immer vor eben genannter Ampel ausgeführt werden.

Die Stewards sehen die von Tsunoda ausgewählte Position für den Probestart zwar ebenfalls als gefährlich an, lassen ihn aber mit einer Verwarnung davonkommen.

Nach seinem Probestart verlief die Session für Tsunoda problemlos. Mit einer Zeit von 1:16.286 Minuten stellte er seinen Racing Bull auf Platz drei. Max Verstappen fehlten zwei Zehntel auf das Schwesterauto. „Es hat sich sehr gut und konstant angefühlt, direkt vom Start des ersten Trainings an. Ich freue mich auf die kommenden Tage und unser Heimrennen“, so Tsunoda.

Auch Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht Tsunodas Performance überaus positiv. „Er hat sechs Zehntel Vorsprung auf Ricciardo. Da hat er konstant jeden Sektor seine zwei Zehntel geholt.“ Am Ende stehen damit sechs Zehntel Abstand zwischen den Teamkollegen.

Wie gute ist die Racing-Bull-Rennpace

Dass der Racing Bull und Yuki Tsunoda am Samstag oder Sonntag schneller sind als Red Bull ist natürlich dennoch unrealistisch. “Die Longruns waren zu schwach. Da waren auch Mercedes und Alonso vorne”, schätzt Helmut Marko die Performance ein.

Damit dürfte Tsunoda mal wieder der Kampf um Platz zehn bleiben. “Ich denke, die Top-10 sollten möglich sein, aber gleichzeitig kann alles passieren. Wir müssen alles geben, denn das Mittelfeld ist sehr eng beisammen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, die Performance vom Auto zu maximieren”, so Tsunoda.